Oslo - Kurztrip im Winter 1

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Was macht man an knapp 5 Tagen im Winter in Oslo?

Meine Antwort darauf lautet: Sightseeing, Schiffchenfahren und Rodeln!

Korketrekkeren (Korkenzieher) ist Oslos beliebteste Rodelstrecke. Sie liegt am Holmenkollen (dazu später mehr) ist 2 km lang, hat ein Gefälle von 255 Metern und verläuft zwischen den T-Bahn-Stationen Frognerseteren und Midtstuen. Von Midtstuen fährt man nach der Abfahrt in 16 Minuten mit der T-bane (U-Bahn) wieder hinauf bis Frognerseteren. Eine Abfahrt dauert ohne Pausen etwa 8-10 Minuten und macht richtig Spaß! Das Rodeln auf der Rodelbahn ist mit dem eigenen Schlitten kostenlos. Da man jedoch in der Regel als Tourist seinen eigenen Schlitten im Flieger nicht mitnimmt (außer als teures Sondergepäck, wenn man besonders an ihm hängt ;) leiht man sich im Vereinshaus des Vereins Akeforeningen für etwa 12-15 Euro einen Metallschlitten samt Helm aus. Das Vereinshaus befindet sich zwischen Frognerseteren und "Sporten", direkt unterhalb der Endhaltestelle Frognerseteren.

Dreimal sind wir durch den Wald hinabgebrettert, ein Riesenspaß! Und nicht nur Rodler waren hier unterwegs nach unten, wie ihr kurz vor Ende meines kleinen Filmchens sehen könnt! :)))

 

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Eine Schifffahrt auf dem Oslofjord darf bei einem Oslobesuch ebenfalls nicht fehlen!

Ich liebe die Lichtstimmungen des Nordens und auch diesmal haben wir wieder Glück Wetter und Licht. Es gibt traumhafte Sonnenuntergänge und herrliche goldene und blaue Stunden...

Vom Hafen aus fahren die Fähren auch im Winter zu den kleinen Inseln im Fjord. Mit der Linie B1 starten wir unser Inselhopping, wobei wir das Schiff jedoch nicht verlassen. Die Rundfahrt dauert eine knappe Stunde. Zurück im Hafen wechseln wir die Fähre und fahren mit der B10 noch einmal hinaus, diesmal direkt nach Nessoden und zurück zur Radhusbrygge.

An jeder Ecke in Oslo findet man Narvesen, einen Kiosk, in dem wir uns die 24-Stunden-Karte für den öffentlichen Verkehr Oslos kaufen, wenn wir sie brauchen. Sie kostet 105 NOK (11€) und gilt ab dem Abstempeln 24 Stunden lang in allen Bahnen, Bussen und Schiffen in der ganzen Stadt (2 Zonen). Es gibt auch noch den Oslo Pass. Er rechnet sich meiner Meinung aber nur, wenn man am gleichen Tag mehrere Museen anschauen möchte oder im Sommer eine Kurzkreuzfahrt mitmacht, was im Winter nicht möglich ist.

 

Rathaus Oslo

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Der Holmenkollen eignet sich nicht nur zum Rodeln. Auf Oslos 371 Meter hohem Hausberg kann man auch hervorragend Skifahren und wandern oder auch der Skisprungschanze mit ihrem Skimuseum einen Besuch abstatten. Wir wollten wissen, was es für ein Gefühl ist, ganz ober auf der Sprungschanze zu stehen und entschieden uns also für letzteres.

Auf der Plattform oben hat man eine grandiose Aussicht auf den Oslofjord und die Stadt, die umliegenden Wälder und natürlich auf die Schanze selbst. Ich finde es unvorstellbar, dass man freiwillig dort auf Skiern hinunter fährt!

 

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Wir statten dem Königlichen Schloß einen kurzen Besuch ab. Vor dem Königspalast schiebt eine wachhabende Frau der Königsgarde Wache und die gehisste Fahne (kaum zu sehen, weil windstill) zeigt an, dass der König zu Hause ist.

Weitere schöne Ziele sind die Stadtviertel Aker Brygge und Tjuvholmen, bekannt für moderne Architektur, beliebte Außengastronomie (die Wirsinglasagne bei Italian Jamie Oliver ist sehr zu empfehlen) und schöne Galerien am Kai entlang. Das Astrup Fearnley Museum of Modern Art sticht hier besonders hervor.

 

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Aker Brygge

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Astrup Fearnley Museum of Modern Art

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Aker Brygge und Rathaus

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Absolut faszinierend ist Den Norske Operaen, das Opernhaus Oslos, eines der spannendsten Gebäude von ganz Skandinavien.

Schon die Lage ist spektakulär, schneeweiß und als Halbinsel auf Pfählen in den Fjord hineingebaut, erinnert das Gebäude stark an einen schwimmenden Eisberg. Es ist von mehr Wasser als Land umgeben und wirkt dadurch anmutig und stark.

Zwei breite Rampen führen von der Straßenebene aufs Dach. Um das luftige Plätzchen zu ergattern, muss man nicht mal ein Ticket lösen, und das in dieser ansonsten sehr kostspieligen Metropole. Hier oben wird man mit einem tollen Blick auf die Stadt und seine im Bau befindliche Skyline belohnt. Das Glück ist uns hold und wir erleben eine traumhafte blaue Stunde hier oben. Auch der Blick ins Opernhaus hinein lohnt sich sehr!

Seit Mai 2010 liegt im Hafenbecken ca. 60 m vor der Oper die Skulptur eines Eisbergs Hun ligger. Die Skulptur der Künstlerin Monica Bonvicini aus Stahl und Glas ist den aufgetürmten Eismassen auf dem Gemälde Das Eismeer von Caspar David Friedrich nachempfunden.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ingrid Hohoff (Dienstag, 13 März 2018 13:36)

    Liebe Britta! Wieder hast du sagenhaft fotografiert und einen tollen, abwechslungsreichen, spannenden Bericht erstellt! Super!
    Ich bin vor ca 40 Jahren mal am Karfreitag von Kiel nach Oslo gefahren, über Nacht. Am nächsten Morgen bin ich früh an Deck gegangen und habe ganz allein den Sonnenaufgang bei der langen Fahrt durch den Oslofjord genossen. Ist mir bis heute als "umwerfend" in Erinnerung! Liebe Grüße
    Ingrid