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2-Burgen-Weg mit Biggeblick

Die schönste Wanderung am Biggesee im Sauerland

zwischen Geschichte, Aussicht und Sauerländer Weite bei Attendorn

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Der 2-Burgen-Weg verbindet zwei eindrucksvolle Zeugnisse vergangener Zeiten: die mächtige Burg Schnellenberg und die geheimnisvolle Ruine Waldenburg. Dazwischen liegen stille Wälder, der funkelnde Biggesee, weite Ausblicke und das liebliche Repetal – eine Strecke, die Geschichte spürbar macht, die Natur, Kultur und Bewegung auf ganz besondere Weise vereint. 

 

Ich habe hier zwei Wanderungen für dich. Die erste ist die Originaltour mit Biggeblick und Burg Schnellenberg. Die zweite Wanderung startet direkt am Biggesee und lässt den Abstecher zur Burg Schnellenberg weg, was einen Kilometer und weitere 110 Höhenmeter erspart.

 

WanderInfos und Tourhighlights

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Nicht verpassen: 
  • Biggeblick
  • Waldenburger Kapelle
  • Burgruine Waldenburg

Rundwanderung:  16,3 km

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz Burg Schnellenberg

Parken: Parkplatz Burg GoogleMaps

Hm:  ↑ 410m / ↓410m

Zeit: 5 Std. mit Pausen

Erreichbar: Auto/Bus oder/und Zug nach Attendorn

Schwierigkeit: mittel bis schwer
Beste Zeit: das ganze Jahr
Einkehrmöglichkeit: Burg Schnellenberg, SGV Hütte am Biggeblick (Die Hütte ist an einigen Sonntagen im Jahr in der Zeit von 11:00 - 17:00 Uhr geöffnet. Es ist also Glücksache!)

 

Rundwanderung:  15,4 km

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz unterhalb des Biggeblicks 

Parken: Parkplatz Waldenburg GoogleMaps

Hm:  ↑ 300m / ↓300m

Zeit: 4 Std. mit Pausen

Erreichbar: mit dem Auto 

Schwierigkeit: leicht bis mittel
Beste Zeit: das ganze Jahr
Einkehrmöglichkeit: SGV Hütte am Biggeblick

(Die Hütte ist an einigen Sonntagen im Jahr in der Zeit von 11:00 - 17:00 Uhr geöffnet. Es ist also Glücksache!)

 


Komoot ist eine tolle App für das Handy, mit der man Wanderungen planen und aufzeichnen kann. Du kannst sie kostenlos nutzen und meiner Route folgen. Ich empfehle dir, für dein Handy evtl. eine Powerbank mitzunehmen, da die Navigation mit Komoot recht viel Energie zieht. Vor allem im Winter, wenn es kalt ist. Wenn dich interessiert, welche ich benutze, guckst du HIER*

(Daran, dass ich Komoot empfehle, verdiene ich nichts. Komoot hat Stärken und Schwächen, ich plane meine Wanderungen aber sehr gerne am PC mit dieser App und navigiere per Handy mit Komoot!)

 

Rundwanderung 2-Burgen-Weg von Burg Schnellenberg aus

Wegbeschreibung der ersten Komoot-wanderung

Du startest an der Burg Schnellenberg, hoch über Attendorn gelegen. Schon beim ersten Blick auf die imposante Anlage versteht man, warum sie als größte Burg Südwestfalens gilt. Hinter ihren dicken Mauern verbirgt sich heute ein Hotel mit Restaurant – ein Ort, an dem man wunderbar einkehren kann, bevor oder nachdem man sich auf den Weg macht. Vom Parkplatz aus führt uns der Weg direkt hinein in die Sauerländer Wälder, vorbei an den stillen Resten einer alten Landwehr.

 

Der Pfad steigt sanft an, begleitet vom herbstlichen Rascheln der Blätter und dem würzigen Duft von Moos und Erde. Nur einmal kreuzen wir die Landstraße L 697, bevor uns die Natur wieder ganz für sich beansprucht. Nach einer Weile öffnet sich der Blick – tief unten schimmert der Biggesee in sattem Blau. Wir erreichen ihn auf Höhe des Campingplatzes Bigge-Camping in der Waldenburger Bucht. Das Licht spiegelt sich auf der Wasseroberfläche, Boote ziehen gemächlich ihre Bahnen. Der Weg führt uns weiter über den Dünnekenberg, wo die SGV-Hütte (eventuell geöffnet, aber wenn, dann nur Sonntags!) und die Aussichtsplattform Biggeblick warten – eine futuristische Konstruktion aus Stahl, die wie ein schwebender Steg über dem Hang thront. Wer sich auf sie hinauswagt, steht plötzlich über dem Nichts und schaut weit über den Biggesee, die Gilberginsel und die bewaldeten Hänge des Ebbegebirges. Der Blick reicht bis hinüber zur Burgruine Waldenburg – unserem nächsten Ziel.

 

Vom Biggeblick steigen wir hinab, queren den Biggedamm und folgen dem Ufer zurück in Richtung Waldenburger Bucht. Vorbei am Strandbad Waldenburg führt der Weg sanft bergan zur kleinen Waldenburger Kapelle. Sie ist eines der wenigen Gebäude, die nach der Flutung des Biggesees an anderer Stelle wieder aufgebaut wurden. 

 

Nur wenige Schritte oberhalb der Kapelle liegt die Burgruine Waldenburg – das älteste nicht-sakrale Baudenkmal im Kreis Olpe. Heute ist vom einst mächtigen Gemäuer nur noch der Turmstumpf erhalten, doch wer hier steht, spürt den Atem der Geschichte. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehörte einst den Grafen von Ravensberg. Im 18. Jahrhundert verfiel sie, doch ihre Überreste erzählen noch immer von der Zeit der Ritter und Landesherren.

 

Von hier führt der Weg schließlich wieder bergauf – ein letzter Anstieg über den Höhenzug, der uns mit weiten Ausblicken ins Repetal belohnt. Die Landschaft liegt still und weit vor uns, grün und sanft geschwungen. Nach einigen Kilometern schließt sich der Kreis: Wir kehren zurück zur Burg Schnellenberg, die nun wieder majestätisch über den Wipfeln thront.

 

Waldenburger Kapelle am Biggesee

Ihre Geschichte reicht weit zurück – schon im 11. Jahrhundert stand hier eine Kapelle im Zusammenhang mit der Burg. Die heutige achteckige Form entstand 1712, als sie zur Marienwallfahrtsstätte wurde. Besonders in der Adventszeit ist sie ein stiller Anziehungspunkt: Dann erstrahlt im Inneren eine große Krippe mit rund 70 handgefertigten Figuren, die selbst von außen durch die Fenster zu sehen ist.

 

MEIN TIPP: Wenn du dich im Dezember in der Nähe dieser Kapelle aufhalten solltest, statte ihr unbedingt einen Besuch ab, um die großartige und liebevoll hergerichtete Krippe anzuschauen!

 

Burgruine Waldenburg am Biggesee

Hoch über der Waldenburger Bucht, dort, wo sich die Wälder des Ebbegebirges zum Biggesee hinabsenken, liegt die Burgruine Waldenburg. Nur noch der Turmstumpf ragt über die Baumwipfel, doch gerade diese Überreste lassen erahnen, welch eindrucksvolle Anlage hier einst stand. Die Waldenburg gilt als das älteste nicht-sakrale Bauwerk im Kreis Olpe und war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutender Ort der Macht und des Schutzes.

 

Erbaut wurde sie vermutlich im 13. Jahrhundert von den Grafen von Ravensberg, später wechselte sie mehrfach den Besitzer. Strategisch klug lag sie auf einem Felsvorsprung oberhalb des Biggetals, mit weitem Blick über das Land – damals ein unschätzbarer Vorteil. Doch wie viele Burgen jener Zeit verlor auch die Waldenburg mit dem Lauf der Geschichte an Bedeutung. Im 18. Jahrhundert begann ihr Verfall, und heute erinnern nur noch Mauerreste und der wuchtige Turmstumpf an ihre einstige Stärke.

 

Wer den kurzen Aufstieg von der Waldenburger Kapelle zur Ruine wagt, wird mit einem besonderen Moment belohnt: Oben angekommen, öffnet sich der Blick über die Baumkronen hinweg bis zum Biggesee. Wenn der Wind durch die alten Mauern weht und das Licht die Mauersteine anleuchtet, kann man sich leicht vorstellen, wie hier einst Wachen standen, Feuer brannten und das Leben auf der Burg pulsierte. 

 

Burg Schnellenberg in Attendorn

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahr 1222. Sie diente lange Zeit den Kölner Erzbischöfen als wehrhafte Grenzfeste und galt als eine der stärksten Anlagen Westfalens. Ihre Mauern erzählen von Jahrhunderten des Wandels – von Macht und Besitz, aber auch von der Bedeutung, die dieser Ort für die Region hatte. Heute ist Burg Schnellenberg die größte Burganlage in Südwestfalen und zugleich ein Ort der Gastfreundschaft. Hinter den historischen Mauern befindet sich ein Hotel mit Restaurant, das den mittelalterlichen Charme der Burg auf wunderbare Weise mit modernem Komfort verbindet.

 

 

Wer durch das Burgtor tritt, spürt sofort die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Das Kopfsteinpflaster knirscht unter den Schuhen, und der Blick fällt auf den alten Innenhof, auf Türme, Erker und die Kapelle, die noch immer zu stillen Momenten einlädt. Ob bei Nebel, Regen oder Sonnenschein – die Burg hat zu jeder Jahreszeit ihren eigenen Zauber. Und wer am Abend bleibt, wenn die Sonne hinter den Hügeln versinkt und das Licht über den Turmspitzen glüht, versteht, warum Burg Schnellenberg weit mehr ist als ein Ausflugsziel. Sie ist ein Stück lebendige Geschichte – kraftvoll, still und wunderschön verwurzelt im Herzen des Sauerlands.

 

Impressionen


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