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Rügen - Mönchgut, 7 Wanderungen und Tipps!

Mönchgut, Rügens schönste Wandergegend

Rügens Südhalbinsel - unterschätzt und lohnenswert! Kilometerlange Sandstrände, liebliche Hügel, Wiesen und Wälder, pittoreske Dörfer und ein Gipfel, den es zu besteigen gilt

Mönchgut ist die große Halbinsel im Südosten Rügens und trennt den Greifswalder Bodden von der Ostsee. Hier unten im südlichsten Zipfel Rügens kann man es gut aushalten! Kilometerlange ruhige Strände, herrliche Wiesenhügel, die an England erinnern, kleine pittoreske Dörfer und viele Wandermöglichkeiten gibt es hier. Wir hatten ein Ferienhaus in Gager gleich in der Nähe des Hafens gemietet, wo wir in Zeiten von Corona für uns sein konnten.

 

Das solltest du wissen: Der Verkehr auf Rügen führt oft dazu, dass man Mönchgut nicht mal eben verlassen kann, um in den Norden der Insel zu fahren. Oft geht es nur im Stop-and-Go voran und für Strecken, die man normalerweise in zwanzig Minuten bewältigt, braucht man dann eine Stunde und mehr! Das solltest du berücksichtigen, wenn du dein Hauptquartier hier im Süden aufschlägst. Wir selber haben, bis auf einen einzigen Tagesausflug zu den Kreidefelsen, Mönchgut eine Woche lang nicht verlassen. Das war für uns aber kein Problem, weil wir unseren Rügenbesuch gesplittet hatten, also eine Woche im Nordosten und eine hier im Süden waren.

 


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#1 Gager

Ein kleines Fischerdorf mit idyllischem Fischereihafen

Morgenstimmung im Hafen von Gager

Im kleinen Fischerdorf Gager ist sein Fischereihafen die größte Attraktion. Ein Besuch lohnt sich schon allein wegen des fangfrischen Fisches, der an jedem Tag um die Mittagszeit direkt nach Einlaufen des Fischerboots gekauft werden kann, frischer geht nicht!

Wer den Fisch nicht erst zubereiten möchte, kann sich auch direkt im Hafen ein fertiges und äußerst leckeres Fischbrötchen kaufen und aus der Hand verputzen.

 

Tipp: Im Gager Hafen startet mindestens ein Fahrgastschiff in die Hansestadt Greifswald, auf die Greifswalder Oie (eine Insel in der südlichen Ostsee, die zu Mecklenburg-Vorpommern gehört) und zu verschiedenen anderen Zielen an der gegenüberliegenden Ostseeküste.

 

Gewitterfront über Rügen, fotografiert mit: Brennweite 45mm - F/11 - ISO 200 - 1/100 Sek.

 

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#2 Halbinsel Reddevitz mit Höft und Alt Reddevitz

Wanderung auf Einer schmalen Landzunge zum Reddevitzer Höft

 

Nördlich des Ortes Gager und westlich von Middelhagen reckt sich eine schmale Landzunge von Mönchsgut in den Greifswalder Bodden: die Halbinsel Reddevitz, dreieinhalb Kilometer lang und nur 300 Meter breit.
An ihrer Spitze befindet sich das Kliff Reddevitzer Höft, von welchem aus du einen Blick auf die in der Ferne liegenden Insel Vilm werfen kannst. In Richtung Norden dagegen erkennt man den Turm des Granitzer Schlosses, der aus den Wäldern empor ragt.
Der letzte Ort, den man auf Reddevitz mit dem Auto erreichen kann, ist Alt-Reddevitz, ein kleines Fischerdorf mit nicht viel mehr als 150 Einwohnern. Alt-Reddevitz ist ein Ortsteil von Middelhagen, dem Zentrum des Mönchguts, und zieht sich hin bis zu der Steilküste des Höftes an der Spitze der Landzunge. 
Es lohnt sich die Landzunge Reddevitz bis zum Höft zu erwandern. In sanftem Auf und Ab geht es durch niedrige Hügel und kleine Küstenwälder. Immer wieder führt der Weg an riesigen Findlingen vorbei, die vor allem an den Stränden liegen.
Tipp: Im Frühling blüht hier der Ginster, ein traumhaft gelbes Blütenmeer!

Wanderung - Alt Reddevitz zum Reddevitzer Höft

Rundwanderung:  ca. 7,5 km

Ausgangs- und Endpunkt: Alt Reddevitz

Parken: Wanderparkplatz Alt Reddevitz

Hm:  rauf 40m / runter 40m

Gehzeit: ca. 1,75 Std.

 

Mein Tipp: Am Ende der Wanderung zu Kaffee und Kuchen einkehren ins Café Moccavino, traumhafte Torten und Eisbecher!

 

#3 Bakenberg Gipfel in den Zickerschen Bergen

Die höchste Erhebung auf Mönchgut in herrlicher Hügellandschaft

Ja, es gibt ihn: einen Gipfel mit Gipfelkreuz auf Rügen, den Bakenberg!

Nur 69 Meter ragt er vom Meeresspiegel aus in die Höhe, von Gager aus wirkt er tatsächlich wie ein Berg. Die Landschaft der Zickerschen Alpen, sorry, der Zickerschen Berge ist ganz besonders und hat uns in ihren Bann gezogen. Nich umsonst ist dieser Teil Rügens ein Biospährenreservat, denn in diesem Bereich finden sich auf kleinstem Raum Magerwiesen auf sanft geschwungenen Hügeln, Sandstrände und Steilküsten mit Schilfgürteln, Weiden und Wälder. Ich habe mich gleich am ersten Tag an die zarten Hügellandschaften Englands erinnert gefühlt. Hier muss man einfach eine Wanderung machen!

 

Mein Extra-Wandertipp: Eine weitere Wanderung verbindet alle interessanten Punkte rund um die Zickerschen Berge in einer Audiotour, die sehr informativ ist. Sie ist kostenlos und kann entweder auf das Handy heruntergeladen oder am PC direkt angehört werden: Biosphärenreservat Südost-Rügen - Wanderung Zicker Berge - Audiotour

 

#4 Groß Zicker mit dem Pfarrwitwenhaus

Beschaulicher Ort mit reetgedeckten Häuschen

Das unter Denkmalschutz stehende Dorf Groß Zicker liegt südlich der Zickerschen Berge auf Mönchgut. Bekannt ist es durch das Pfarrwitwenhaus, das eines der ältesten Häuser auf Rügen ist. Das um etwa 1720 erbaute Lehmfachwerkhaus diente früher mittellosen Pfarrwitwen als Wohnhaus. Heute ist es mit seinen kleinen eingerichteten Räumen ein sehenswertes Museum.

Hier gibt's nähere Informationen und Öffnungszeiten.

 

Die gotische Backsteinkirche erbaut gegen Ende des 14. Jahrhunderts ist mit ihren bunten Glasfenstern und dem kleinen beschaulichen Friedhof ebenfalls einen Besuch wert!

 

#5 Wanderung zum Nonnenloch

Wanderung mit mystischen Zügen und Off-Grid Abschnitt

Von Gager aus führt diese Wanderung durch die Zickerschen Berge hinunter nach Groß Zicker. Am Ende der Straße gehst du am Taun Höft vorbei, ein Café-Restaurant mit Außengastronomie, das direkt ans Naturschutzgebiet angrenzt. Du wanderst einfach geradeaus weiter, erreichst einen Wald und richtest dich nach den Schildern, die dich in Richtung Nonnenloch leiten. Eine kleine Holzteppe führt an einer tiefen Grube, das Nonnenloch, vorbei zum Strand hinunter. 

 

Mystisches Nonnenloch

Hier am westlichen Ende von Mönchgut befindet sich ein Ufervorsprung, der Svantegard oder auch die heilige Gegend genannt wird, zu der auch eine tiefe Grube gehört, das Nonnenloch. Vor ewigen Zeiten wurden hier die Nonnen, die "sich vergangen" hatten, man könnte auch sagen "mit dem anderen Geschlecht vom Wege abgekommen waren", in die Grube gestürzt. Üblich war es zur damaligen Zeit zwar wohl eher, dass diese armen Nonnen lebendig im katholischen Kloster eingemauert wurden. Hier jedoch wurden die Nonnen heimlich bei Nacht und Nebel in das tiefe Loch geworfen. Es geht die Sage, dass sie bei Mondschein aus der Gube heraus stiegen und hier um das Loch herumgeisterten.

Am äußersten Westende der Rügenschen Halbinsel Mönchgut befindet sich ein Ufervorsprung, der Swantegard, oder die heilige Gegend genannt. In diesem Vorsprunge ist eine tiefe Grube, welche das Nonnenloch heißt. Sie ist noch jetzt sehr tief, obgleich ganz alte Leute in der Gegend sich noch erinnern, dass sie vor vielen Jahren zugeschüttet ist. Vor dieser Verschüttung war sie so tief, dass Niemand ihren Grund finden konnte. Zu dieser Grube sind vor Zeiten, als in der Stadt Bergen noch ein katholisches Nonnenkloster war, die Nonnen hingebracht, die sich vergangen hatten. Denn anstatt, dass man sie lebendig einmauerte, wie es in anderen katholischen Klöstern gebräuchlich war, wurden sie in diese Grube hinuntergestürzt. Das ist zwar immer heimlich und bei Nacht geschehen, aber die Leute sind es doch bald gewahr geworden an den wehklagenden Gestalten, die im Mondschein aus der Gruft oft heraufstiegen und um dieselbe herum wandelten. Man hat die Grube daher schon vor alten Zeiten das Nonnenloch geheißen, wie sie auch noch genannt wird. Es soll noch immer nicht geheuer in der Gegend sein.

Quelle: http://www.lexikus.de/bibliothek/Das-Nonnenloch-auf-Moenchgut

 

Wenn du dich genug gegruselt hast und unten den Strandabschnitt erreichst, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du gehst wieder hinauf zur letzten Kreuzung zurück und folgst dem Küstenweg nach Gager. Oder du wendest dich am Strand nach rechts. Hier beginnt der Off-Grid Abschnitt, es gibt also keinen offiziellen Weg. Du solltest dir bewußt sein, dass du hier unterhalb der brüchigen Steilküste entlang wanderst, von der hin und wieder Teile abbrechen können.

An großen und kleinen Findlingen geht es vorbei am Strand entlang, bis du die westlichste Spitze umrundet hast. Folge dem kleinen schmalen Pfad hinauf zum offiziellen Weg oberhalb des Strandes und folge dann dem Weg nach Gager zurück. Ich bin nochmal ein kleines Stück vom Weg an den Strand abgewichen und musste dann durch nasse Wiesen zurück zum Weg laufen. Muss ja nicht sein. ;o)

 

#6 Göhren - Lost Place

Kleiner Lost Place am Rande auf dem Weg nach Göhren

Lost Places gibt es so einige auf Rügen, allerdings ist es nicht so leicht herauszufinden, wo. Dieser hier ist mir sozusagen über den Weg "gelaufen", als ich wegen verstopfter Strassen eine andere Strecke nach Göhren ausprobierte. An der Straße kann man gut parken, das Gelände ist allerdings nicht leicht zu betreten, da musste ich ein wenig über Geröllhügen klettern. Den genauen Ort habe ich auf meiner Rügen Google My Maps Karte vermerkt.

#7 Thiessow

Der südlichste Punkt der Insel Rügen

Blick von den Zicker Bergen auf Thiessow und Klein Zicker

Wenn man am nördlichsten Punkt Rügens gestanden hat, möchte man vielleicht auch am südlichsten stehen. Den findest du südlich des Ortes Thiessow. Als ich zum Einkaufen in Thiessow war und diesen südlichsten Punkt eigentlich besuchen wollte, entschied ich mich dagegen. Es waren einfach zu viele Mensche in diese Richtung unterwegs.

 

Hier geht's zu meinen weiteren Artikeln zu Rügen:

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