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Wanderung im Sauerland - Quellenweg Alme

Rund um die Almequellen - ein malerischer Weg

In Brilon Auf der Suche nach den Leberblümchen im april...

 

Immer auf der Suche nach neuen schönen Wanderwegen im Sauerland wurde ich fündig, als ich auf Facebook bei einem Freund ein Foto von einem herrlichen Leberblümchen entdeckte. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass es rund um die Almequellen bei Brilon im März und April reichlich Leberblümchen zu finden gibt.

 

Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) zählt zu den ersten Frühblühern in der Natur. Es gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist eine heimische Waldstaude mit himmelblauen Blüten, die in Deutschland unter Naturschutz steht. Es darf also am Naturstandort weder gepflückt noch ausgegraben werden. Der ungewöhnliche Name leitet sich von der Form der Blätter ab. Im Mittelalter wurde angeblich durch die leberähnliche Form der Laubblätter darauf geschlossen, dass das Leberblümchen eine leberheilende Wirkung habe – was aber nur bedingt stimmt. Ihre kleinen, blauen Blüten sprießen von Ende Februar bis April zwischen vertrockneten Blättern und abgebrochenen Ästen aus dem Waldboden.

 

Almequellenteich
Almequellenteich

Infos

Rundwanderung:  5,1 km

Ausgangs- und Endpunkt: Alme bei Brilon - Untere Bahnhofstrasse

Parken: Kostenlos an der unteren Bahnhofstrasse in Alme

Hm:  rauf 120m / runter 120m

Gehzeit: ca. 1,5 Std.

Wanderung mit Karte auf Komoot

Karte: Google Maps

 

Nicht verpassen:

  • Leberblümchenblüte in März und April
  • Pyrenäen-Löffelkraut und viele andere botanische Highlights
  • Kamera nicht vergessen!
  • Sägemühle

 

 

Der Quellenweg Alme beginnt am Almequellenteich mit seinen insgesamt 104 Einzelquellen und bietet eine besonders reizvolle und abwechslungsreiche Wanderung, wie ich finde!

 

Er führt den Wanderer tief durchs Mühlental mit seinen imposanten Felsen, die dem engen Tal einen gewissen Schluchtcharakter verleihen. Aus dem Tal heraus steigt man dann auf einem schmalen Weg steil hinauf auf die Höhe. Es geht durch alte Buchenbestände mit einer besonders jetzt im Frühjahr reich blühenden Flora – ein Paradies für den botanisch interessierten Wanderer. Herrliche Blicke eröffnen sich hier immer wieder auf schmalen Wegen auf einer Höhenlinie oberhalb von Mühlental und Almequellen, bevor es wieder hinabgeht und man am Almegraben mit seinem glasklaren Wasser zum Almequellteich, unter anderm an einer alten Sägemühle vorbei, zurückkehrt.  mit seinen insgesamt 104 Einzelquellen zurückzukehren.


Gleich zu Anfang stehen am Almequellteich übersichtliche Informationstafeln über Geologie, Flora und Fauna.  Für geologisch und botanisch Interessierte bietet dieses Karstquellgebiet so manche Überraschung. Hier sind  Eisvogel und Wasseramsel zu Hause und man findet neben Leberblümchen auch Lerchensporn, Lungenkraut, Bärlauch, blauem Eisenhut und verschiedene Farne. Die Gegend der Almequellen sind ebenfalls bekannt für das sehr seltene Pyrenäen-Löffelkraut.

 

Für letzteres waren wir wohl zu früh unterwegs, es war noch nicht zu finden. Dafür blühten jetzt, Anfang April, neben den Leberbümchen auch Gewöhnliche Pestwurz, Hahnenfuss, Waldanemone, Schlüsselblume und einiges mehr.

 

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