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Seychellen Kreuzfahrt Tag 7+8 - Abschied

Eine Traumreise endet - unter Segeln geht's zurück nach Mahé

Inselhopping mit dem Segelschiff auf den afrikanischen Seychellen

Werbehinweis

Transparenz ist mir wichtig – auch (oder gerade) auf so einer Traumreise wie den Seychellen: Meine Segelreise auf den Seychellen wurde unterstützt von Silhouette Cruises , dem Seychelles Tourism Board und der Agentur John Will Kommunikation – ein ganz herzliches Dankeschön dafür! Trotzdem gilt wie immer: Ich lasse mich nicht beeinflussen und schreibe, was ich erlebt habe - unabhängig, fair, ehrlich und auf meine eigene Weise.


Am frühen Morgen  gegen halb sieben, als die Sonne über dem Indischen Ozean erwacht, genieße ich wie immer die Ruhe an Deck. Um acht Uhr duftet es nach frischem Kaffee, es gibt Frühstück, und eine Stunde später setzen wir die Segel für den viereinhalb Stunden langen Weg zurück nach Mahé. Der Moment, in dem La Digue hinter uns kleiner wird, trifft mich mehr als gedacht – diese Insel hat mit ihrer wilden Schönheit Spuren hinterlassen.


Der Wind fängt sich in den Segeln, das Schiff tanzt kraftvoll über die Wellen und jedes Auf und Ab des Bugs fühlt sich nach purer Freiheit an. Hitze, Gischt, Fahrtwind – ein Ritt über den indischen Ozean, der mich wegen des Segelspaßes und meiner Dankbarkeit für diese Reise glücklich macht, während die Stunden auf See fast unbemerkt und wie im Flug vergehen. Aber ich bin gleichzeitig auch ein wenig traurig, weil wir uns mit Riesenschritten dem Ende unserer Segelkreuzfahrt nähern. 

 

Vor der kleinen Insel Saint Anne fällt der Anker, die Hauptinsel der Seychellen Mahé direkt vor Augen. Am Nachmittag gleite ich ein letztes Mal schnorchelnd durchs Wasser, begleitet von der farbenprächtigen Unterwasserwelt, die mich wie immer staunen lässt.

Long Island
Long Island

Beachtime auf Long Island vor Mahé

Später bringt uns Olivier für eine Stunde auf die kleine Insel Long. Der Strand ist warm, wir finden wunderbare kleine versteinerte Korallen und eine grünliche Krabbe huscht im witzigen Seitwärtsgang vor uns davon, als hätte sie es eilig, sich zu verstecken. Zwei Korallenherzen finde ich im Sand, kleine zufällige Geschenke des Ozeans. Der Strand zieht sich um die Inselspitze herum und sozusagen "um die Ecke" landet ein Boot an, zwei Männer steigen aus.  Ein Tisch wird dekoriert, wenig später trifft ein Pärchen ein. Wir sind zufällig Zeugen eines Heiratsantrags – still, herzlich, berührend. Wir halten uns zurück, beobachten fast heimlich das Geschehen, wollen auf keinen Fall stören. Kurz bevor wir auf die Sea Bird zurückkehren, gehen wir doch noch hin zu den beiden und ich schenke ihnen eines meiner Korallenherzen. In ihrer Freude spüre ich selbst ein wenig Glück, hier ist es doch wirklich sehr gut aufgehoben.

 

Als die Sonne längst hinter dem Horizont verschwunden ist, bringt uns Olivier zurück an Bord. Kaum habe ich den Fuß aufs Deck gesetzt, fährt mir der Schreck in die Glieder: Meine Schnorchelsachen und die GoPro liegen noch auf der Insel. Adam reagiert sofort, und Olivier bringt mich in der Dämmerung zurück. Der Motor heult auf, die Luft ist warm, wir hüpfen rasant über das dunkle Wasser. Am Strand finde ich die Sachen sofort. Sie lagen einfach weit von meinem Strandtuch entfernt, aus den Augen und aus dem Sinn. Aber nun ist alles gut und mit voller Geschwindigkeit jagen wir zurück zum Schiff, ich kann wieder durchatmen und genieße die abenteuerliche Sonderfahrt sehr!

 

Der Abend endet unter dem offenen Himmel mit einem Barbecue. Der Duft von gegrilltem Fisch, Hühnchen und Gemüse vermischt sich mit dem warmen Wind. Plötzlich wird es dunkel, und in der Stille tritt Ronny mit einer Torte hervor. Norbert hat Geburtstag – ein unerwarteter, herzlicher Moment, der uns alle sehr berührt.

 

Tag 8 - Wir verlassen die Sea Bird im Hafen von Victoria

Am nächsten Morgen liegt der Ozean ruhig, als wäre auch er ein wenig wehmütig. Es ist Zeit, die Sea Bird und ihre wunderbare Crew zu verlassen. Wir frühstücken ein letztes Mal, begleichen unsere Rechnungen und stehen dann an Deck, jeder ein bisschen stiller als sonst. Eine Woche voller Eindrücke, Begegnungen und magischer Augenblicke geht zu Ende – und ich bin unendlich dankbar, dass ich sie erleben durfte.

 

Unsere fatastische Crew auf der Sea Bird
Unsere fatastische Crew auf der Sea Bird

Zum Abschluss: Eine Führung auf der Sea Pearl

Wir verabschieden uns alle herzlich voneinander und von der fantastischen Crew und jeder geht seiner Wege. Ich habe noch Zeit, bis mein Mietwagen gebracht wird, so nutze ich die Gelegenheit und begleite Susanne und Elisabeth bei einer Führung mit der Büroleiterin von Silhouette Cruises, Lara Esther, über das Segelschiff "Sea Pearl", das ebenfalls hier vor Anker liegt.

 

Die S.V. Sea Pearl wurde 1915 in Vlaardingen, Holland als Fischerboot („Dirk“) erbaut. 1930 war es noch das letzte Segelschiff der Holländischen Heringsflotte. 1999 erfolgten ein gründlicher Umbau, die Umbenennung in S.V. Sea Pearl und Überführung zu den Seychellen als zweites Schiff der Flotte von Silhouette Cruises. Die Sea Pearl  zählt zu den ältesten regelmäßig fahrenden Kreuzfahrt-Seglern der Welt. Die traditionelle historisch anmutende Einrichtung ist dennoch modern ausgestattet mit Sonnendeck, Aufenthaltsbereich und großen Netzen zum Relaxen am Bug. Im Gegensatz zur Sea Bird, auf der jede Kabine ein eigenes kleines Bad besitzt, gibt es hier 8 Kabinen mit Doppelbett oder Etagenbett und sanitäre Einrichtungen, die gemeinschaftlich genutzt werden.

 

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