Ein Tag auf La Digue – Zwischen Traumstränden, Kokosduft und buntem Inselleben
Inselhopping mit dem Segelschiff auf den afrikanischen Seychellen

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Transparenz ist mir wichtig – auch (oder gerade) auf so einer Traumreise wie den Seychellen: Meine Segelreise auf den Seychellen wurde unterstützt von Silhouette Cruises , dem Seychelles Tourism Board und der Agentur John Will Kommunikation – ein ganz herzliches Dankeschön dafür! Trotzdem gilt wie immer: Ich lasse mich nicht beeinflussen und schreibe, was ich erlebt habe - unabhängig, fair, ehrlich und auf meine eigene Weise.
01. Auf dem Weg nach La Digue

Auf dem Weg nach La Digue genieße ich wieder den herrlichen und warmen Morgen an Bord, das Meer und die Landschaft. Schon früh gegen 7:30 Uhr passieren wir das kleine Eiland "Ave Maria" und setzen hier den Tauchguide Adam und unsere beiden Taucher Hank und Jeff ab. Sie werden hier tauchen und später nach La Digue gebracht. Die Sea Bird fährt mit uns anderen weiter nach La Digue.
02. Mit dem Rad an der Westküste La Digues entlang
Gegen 10:30 Uhr erreichen wir die Insel La Digue. Für alle, die möchten, wird ein kleines Lunchpäckchen gepackt: Sandwich, Orange und Apfel. Unsere Bananen neigen sich dem Ende zu und die restlichen schon sehr braunen werden vielleicht an die Fische verfüttert, die freuen sich! Nach dem wie immer wunderbaren Frühstück folgt das Briefing durch Ronny, unseren Kapitän. Es geht um das Bikeausleihen, die Zeiten, wann man spätestens wieder am Hafen sein sollte und was es alles Interessantes zu sehen gibt auf La Digue. Da die Insel sehr bergig ist beschließe ich, mir ein E-Bike zu leihen, denn ich würde gerne auf den höchsten Punkt hinauf kommen, zumindest so weit wie möglich - so der Plan.

Olivier bringt uns im Beiboot zum Hafen. Hier leihe ich mir ein Rad und rolle los, direkt an der Küste entlang - hier herrscht Linksverkehr - vorbei an bunten Häusern, duftenden Gärten und kleinen Bars, aus deren offenen Türen und Fenstern Reggae-Musik erklingt. Ich halte kurz am alten Friedhof, lasse den Blick über die weißen Kreuze schweifen und fahre weiter Richtung Norden an immer wieder wunderschönen Stränden vorbei. Es ist einfach unglaublich! Hier reiht sich Traumstrand an Traumstrand, einer schöner als der andere. Ich kann mich gar nicht entscheiden, an welchem ich mich lieber aufhalten würde. Überall grüne Palmen, türkisblaues Wasser, bunte Blumen – ein Paradies.
Als sich der Himmel plötzlich verdunkelt, bin ich am nördlichsten Punkt angelangt. Es beginnt zu tröpfeln. Der Weg zum Strand Anse Caiman führt nur zu Fuß weiter, aber hier stehen so viele Räder, dass ich beschließe, umzudrehen. Stattdessen zieht mich eine kleine Galerie am Straßenrand an – die Art Galerie George Camille. Seine Bilder, farbenfroh und naiv, erzählen Geschichten von Inseln und Menschen. Besonders seine Bleistiftzeichnungen der Riesenschildkröten berühren mich – so lebendig, als würden sie gleich über den Rahmen hinauskriechen.
03. Grand Anse - Traumstrand und "Back to the Roots"
Weiter geht’s, diesmal in Richtung Süden. Der Weg zum Nid d’Aigle ist so steil, dass selbst das E-Bike aufgibt. Das war es also mit meinem Plan, auf den höchsten Punkt der Insel rauf zu fahren. Also steuere ich den Grand Anse an – einen der schönsten Strände der Insel und parke meinen Rad unter Palmen.
Am paradiesischen Strand fällt mir gleich eine kleine Strandbude auf, die Beach Bar "Back to the roots". Marcello, der Besitzer, lächelt charmant, als er mir eine Kokosnuss so zubereitet, dass ich das leckere Kokoswasser direkt genießen kann. Mit einem gezielten Schlag öffnet er sie, steckt einen Strohhalm hinein, dekoriert sie mit einer Blüte – fertig... und so lecker! Er spendiert mir auch noch eine kleine Kokosnuss, die er spiralförmig aufschneidet, dann mit Zitronensaft beträufelt und mit Kandiszucker bestreut. Zum Schluss reicht er mir noch eine winzige Banane – köstlich, süß, perfekt. Herrlich!
Susanne und Elisabeth kommen dazu, wir sitzen eine Weile zusammen, lauschen dem Rauschen des Meeres. Schließlich breche ich zu Fuß auf – ein kurzer Abstecher zum Nachbarstrand Petit Anse soll es noch werden. Der Weg führt in den Dschungel, steil bergauf. Die Luft ist feucht, es ist sehr heiß. Als der Pfad wieder genauso steil hinunterführt, drehe ich um. Was ich jetzt hinabgehe, muss ich nachher hinauf – und es ist mir einfach zu heiß.
Zurück am Strand gönne ich mir ein kühles Cidre, Susanne und Elisabeth sind schon weitergezogen. Das Meer rauscht, die Palmen wiegen sich, und die Welt scheint für einen wunderbaren Moment vollkommen stillzustehen.

04. Anse Source d’Argent - eine Granitfelsenwelt
Später am Nachmittag führt mich mein Weg zur Anse Source d’Argent, dem wohl bekanntesten Strand der Seychellen, eine ihrer Hauptattraktionen. Ich war davon ausgegangen, dass es sich um einen langen Sandstrand handelt, mit rechts und links an den Seiten abschließenden Granitfelsen, wie man es an vielen anderen Traumstränden der Seychellen so oft sieht.
Doch stattdessen: Auf abwechslungsreichen vielen hundert Metern wandere ich staunend durch eine Granitfelsenwelt, die überwältigend ist! Die Felsen sehen oft aus wie durcheinander gepurzelt, immer wieder durchbrochen durch feinen weißen Sandstrand, an den glasklares türkisfarbenes Wasser strandet. Dazu die kräftig grünen Bäume, Sträucher und Palmen, die die Szenerie zusätzlich farblich bereichern und perfekt ergänzen, ein Traum!

Es gibt drei kleine und wunderbare Bars zwischen den Felsen, am schönsten ist mit ihren bunten Hockern und Stühlen, Tischen, Liegestühlen, einer Schaukel und sogar eine Umkleidekabine, als Beispiel hier die Fruita Cabana Bar.

05. Abschied in der Tarosa Bar
Als die Sonne sinkt, treffen wir uns nach Rückgabe der Fahrräder alle wieder an der Tarosa Bar am Hafen. Die Bar leuchtet in Blautönen, Kinder spielen am Strand, ihre Stimmen mischen sich mit Musik und dem Klirren von Gläsern. Ein letztes kaltes Bier, viele Lacher, ein Blick aufs Meer – und keiner von uns will wirklich zurück aufs Schiff. Doch irgendwann kommt das Beiboot. Wir steigen ein, während das letzte Licht des Tages über La Digue und dem Meer golden schimmert.
Wie gewohnt erwartet uns auf dem Schiff ein fantastisch leckeres Dinner. Auch der Sonnenuntergang ist uns wieder wohlgesonnen und startet ein wahres Feuerwerk an Sonnenuntergangsfarben an den Himmel. Besser geht nicht!
06. Video La Digue Island
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