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Arnsberg - Sehenswürdigkeiten

Arnsberg - Perle des Sauerlands

Stadt der Grafen, Kurfürsten und preussischer Regierungssitz

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Arnsberg bietet ebenso viele Fotomotive wie spannende Geschichte!

Die mittelalterliche Altstadt ist geprägt von schönen Fachwerkhäusern, Türmen und Resten der Stadtmauer, romantisch verwinkelten Gassen und einer beeindruckenden Schlossruine. Dazu gibt es eine weitere Burgruine, ein ehemaliges Kloster, bezaubernde Kapellen und einen großen klassizistischen Stadtteil. Durch besondere und lohnenswerte Stadtführungen wird die Geschichte der Grafen, Kurfürsten und Preußens wieder lebendig. Das Stadtrecht besitzt Arnsberg mindestens seit dem Jahre 1238. Über Jahrhunderte hinweg bis heute zierte das Wappentier der Arnsberger Grafen, der Adler (Aar), das Wappen der Stadt Arnsberg. Geprägt wird die Stadt auch von der Ruhr, die die Altstadt in Form einer großen Ruhrschleife umfliesst.

 

HIER eine alte Stadtansicht!

 

"Die mittelalterliche Geschichte der Stadt ist geprägt vom Wirken dieser Grafen, aber auch der Kurfürsten. In den Urkunden zum ersten Mal im Jahr 789 genannt, wurde der Grundstein der Stadt mit dem Bau von zwei Burgen durch die Grafen Arnsbergs gelegt. So konnte die Festung auf dem Schlossberg, die im weiteren Verlauf der Jahre viele Herrschaften verschiedener Grafen und Kurfürsten durchlebte, etwa im Jahr 1100 fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Dies war die Grundlage für die eigentliche Stadtentwicklung.

Die Tatsache, dass die Grafen ihren zentralen Sitz nach Arnsberg verlegten, begünstigte die Entwicklung der Stadt, da dieses Vorgehen zur Folge hatte, dass sich um das Jahr 1114 mehrere Sippschaften im Schutz der Festung und deren Herren ansiedelten. Schon kurz danach wurde die Altstadt mit dem Fundament der Burg verankert und Eingänge in Form von Stadttoren erbaut. Eines davon ist bis heute eines der Wahrzeichen der Stadt: Der Glockenturm."
© by sauerland-pool.de.  Quellverweis: https://www.sauerland-pool.de/165/arnsberg/arnsberg-geschichte.html

 

Ab 1816 wurde Arnsberg zu Preußens Regierungssitz. Damit kamen viele preußische Beamte mit ihren Familien nach Arnsberg und es musste Wohnraum geschaffen werden. So entstand nach und nach das klassizistische Viertel außerhalb der Altstadt.

 



01. Glockenturm und Altstadt

Das Wahrzeichen Arnsbergs in der Altstadt

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Arnsbergs Wahrzeichen ist der Glockenturm in Arnsbergs wunderschöner Altstadt. Ursprünglich war er ein Torturm der ehemaligen Stadtbefestigung von Arnsberg und dient heute als Glockenturm der katholischen Stadtkapelle St. Georg. Der mehr als 44 Meter hohe Glockenturm wurde nach dem Verfall der ersten Stadtkirche und deren Neubau zum Kirchturm umfunktioniert. Der Turm brannte im Jahre 1600 das erste Mal während des großen Stadtfeuers ab und wurde neu errichtet. Doch schon 1709 brannte der Turm erneut und erst nach diesem zweiten Brand erhielt der Glockenturm seine heutige barocke Turmspitze. (Leider innen nicht zu besichtigen.)

02. Stadtkapelle St. Georg

Katholische Kapelle mit Wachturm als Kirchturm

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Die gotische Stadtkapelle St. Georg von 1323 war ursprünglich die katholische Hauptkirche der Arnsberger und ist dem Ritterheiligen St. Georg geweiht. Da die Kirche keinen eigenen Kirchturm hatte, übernahm der angrenzende Wachturm die Funktion des Glockenturmes. Sie besitzt in ihrem Innern drei sehenswerte barocke Altäre. 

03. Weichs'scher Hof & Haus Honning & Dückerscher Hof

Drei der ältesten Häuser und Anwesen in Arnsberg

Der Weichs'sche Hof (Foto links) wurde nach dem Stadtbrand von 1600 als Stadthaus des Oberjägermeisters von Weichs erbaut. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war es im Besitz der Familie von Weichs und  diente im 18. Jahrhundert als Sitz des Landdrosten (Leiter der kurfürstlichen Regierung). Es wurde dann verkauft und diente eine Zeit lang als Musikakademie. Der Hof gehörte zu den größten Anwesen in der Altstadt.

Haus Honning schließt sich an den Weichs'schen Hof an und ist ebenfalls eines der ältesten Häuser Arnsbergs. Es wurde zur gleichen Zeit wie der benachbarte Hof durch den Landschreiber Rudolf Honning aufgebaut und 1601 fertiggestellt.
Der Sage nach soll im Haus Honning zeitweise die Gebeine der Heiligen Drei Könige
ein sicheres Versteck gefunden haben.

Der Dückersche Hof war einer der repräsentativsten Adelssitze. Der kurfürstliche Oberkellner (oberster Finanzminister) Hermann Dücker erbaute den Hof in der heute erhaltenen Form um 1627. Auch folgende Generationen der Familie v. Dücker standen als Oberkellner im Staatsdienst des Herzogtums Westfalen. Eine Zeit lang diente das Haus abwechselnd als Rathaus, Tagungsort des Landtags des Herzogtums, Unterkunft des Kurfürsten Clemens August v. Bayer und repräsentativer
Wohnsitz hoher kurfürstlicher Beamter. Seit dem 19. Jahrhundert wurde es als Krankenhaus und später als Altenheim genutzt und dient heute als Wohnhaus.

04. Ruine Schloss Arnsberg

Ein Schloss als Residenz der Kölner Kurfürsten in Arnsberg

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Oberhalb des historischen Stadtkerns von Arnsberg liegt auf dem 256 m hohen Schlossberg die Schlossruine Arnsberg. Um 1100 entstand hier eine Burg, in deren Schutz sich bald erste Bürger ansiedelten. Nach mehrmaligem Umbau entwickelte die Anlage sich zu einer Residenz der Kölner Kurfürsten. Noch heute erinnert die Ruine an ihren letzten prächtigen Ausbau, der unter dem Kurfürsten Clemens-August von Wittelsbach nach Plänen des Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun entstand und während des Siebenjährigen Krieges (1762) zerstört wurde. Unterhalb der Ruine steht am Weg, der aus der Altstadt auf die Ruine hinauf führt, ein kleineres Modell des Schlosses. Teile der Stadtmauer sind immer wieder zu entdecken. Die Stadtmauern umschlossen das Stadtgebiet bis 1799. Erst nach dem Stadtbrand von 1799 wurden außerhalb der Mühlenpforte und der Klosterpforte neue Straßen und Häuser errichtet.

 

Die Ruine ist begehbar, es gibt zwei Treppenaufgänge auf die sanierten Mauern, einen Schlossbrunnen und die Statue der Jungfer Gertrud. Gertrud von Plettenberg stand im Dienste der Kölner Kurfürsten als Verwalterin dreier Schlösser, unter anderem des Arnsberger Schlosses. Sie war die Geliebte des Kölner Erzbischofs Ernst von Bayern und seit dem Jahr 1605 auch seine heimliche Ehefrau. Ihretwegen hielt sich der Erzbischof seit 1595 fast immer in Arnsberg auf. Sie hatten zusammen zwei Kinder, den Sohn Wilhelm (später Wilhelm von Bayern) und die Tochter Katharina, die nach dem Tod ihrer Mutter im Jahre 1608 das Arnsberger Besitztum erbte.

 

Tipp: Von dem kleinen Platz mit der Bank unter dem Baum vor dem Toreingang der Ruine hast du einen wunderschönen Blick über die Altstadt!

 

Achtung: Zur Zeit ist ein Teil der Ruine und der Durchgang gesperrt, weil das Mauerwerk abzurutschen droht. Du kannst aber den oberen Park mit Brunnen und Statue über die Tortreppen und das Dach erreichen und viele Ausblicke über die Stadt geniessen. (Stand November 2020)

05. Tollpösken

Wegekapelle unterhalb der Schlossruine

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Bis etwa zum Jahre 1600 war dieses kleine Häuschen eine alte Zollstation (Toll: Zoll). Hier bezahlten die Kaufleute Zoll und Akzise (Torabgabe im Mittelalter). Das Zollhäuschen wurde zu einer der Mutter Gottes geweihten Wegekapelle mit kunsthistorisch bedeutenden Kunstwerken im Innern umgebaut, die leider zum Ende des 2. Weltkriegs zum Teil gestohlen wurden. Das „Arnsberger Kruzifix“ aus dem 12. Jahrhundert befindet sich heute in der Propsteikirche.

06. Oberfreistuhl

Ein mittelalterliches Femegericht, in dem Recht gesprochen und verurteilt wurde

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Das Femegericht, auch "Freistuhl" oder "heimliches Gericht" genannt, war ein geheimes Strafgericht der westfälischen Grafen, das sich im Mittelalter entwickelt hat. In Arnsberg wurde das Femegericht erstmals 1174 erwähnt. Der prominenteste Kläger war Oswald von Wolkenstein. Das mittelalterliche Gericht wurde mit einem Freigrafen (Richter) und mindestens sieben ehrbaren freien Bürgern im Amt der Schöffen besetzt. Nur die Schöffen waren als Wissende in die Geheimnisse der Feme eingeweiht und mussten bei ihrer Vereidigung schwören „vor weib und kind, vor sand und wind“, dass sie die Regeln niemals verraten. Den Schöffen kam vor Gericht eine ganz besondere Bedeutung zu, denn sie waren nicht nur die Urteilsfinder im Prozess, sondern mussten die Strafe durch Erhängen auch vollstrecken. Als Wahrzeichen der Feme wurde vor der Gerichtsverhandlung das blanke Schwert auf den Gerichtstisch gelegt, ein Zeichen dafür, dass hier die Leibes- und Lebensstrafe verhängt werden durfte. Unter den westfälischen Freistühlen kam dem Arnsberger Freistuhl eine besondere Bedeutung zu. 
1437 tagte hier die Versammlung der Freischöffen, um die Arnsberger Reformation zu verabschieden, die die für alle Freistühle geltenden Regeln festlegte. Schon bald darauf wurde der Arnsberger Freistuhl zum Oberfreistuhl erklärt, das heißt, er erhielt die Berechtigung, an bestimmten Tagen alle Freigrafen zu versammeln, um ihre Handlungen zu prüfen. (Quelle: www.arnsberg-info.de)

07. Grüner Turm

...der nicht mehr grün ist

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Drei-Türme-Blick: Grüner Turm, Glockenturm und Limpsturm

Ein Eckturm der erweiterten Stadtmauer war der Grüne Turm, ein Schalenturm aus Bruchstein aus dem 13. Jahrhundert. Seinen Namen hat er vermutlich dadurch bekommen, weil er über und über mit Efeu bewachsen war, der jedoch vor einiger Zeit entfernt wurde.

08. Lichtturm

Camera Obscura im Limpsturm

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Der Lichtturm, eigentlich Limpsturm genannt, gehört zu den beiden noch erhaltenen mittelalterlichen Befestigungstürmen der Stadtmauer Arnsbergs und stammt aus dem Jahre 1293. Der Limpsturm ist in einen Licht- und Medienturm verwandelt worden, hier vereinen sich Mittelalter und Gegenwart: Man hat eine begehbare Camera Obscura in den Limpsturm eingebaut. Sie ist eine von 40 begehbaren Camera Obscura weltweit, ist von all diesen im ältesten Gebäude untergebracht und ist die einzige, die eine horizontale Bauweise aufweist und auf das Prinzip der Bilddarstellung mittels Durchsicht zurückgreift! Es gibt eine Bildergalerie mit Fotografien zu sehen, die mit  der Camera Obscura gemacht wurden und unter dem Dach wird eine wechselnde, aber immer wunderbare multimediale Präsentation gezeigt. 

Als besonderes Schmankerl gibt es einen Bildschirm, auf dem der Besucher im Frühling ein Turmfalkenpärchen beim Brüten in einer Fensternische des Turms beobachten kann. Neuerdings nistet sich ebenfalls ein Nilganspaar in der Nische ein und brütet seine Eier aus, bevor das Falkenpaar diese bezieht.

 

Hervorragend betreut wird der Lichtturm von seinem Förderverein:

Öffnungszeiten, Eintritt und Kontakt HIER

09. Schalenturm

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Überrest bzw. Sockel eines Bruchsteinturmes, der zur mittelalterlichen Stadtmauer gehörte.

10. Altes Rathaus

Altes Rathaus mit klassizistischer Fassade

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Kunstsommer 2020 - Tanzkompanie Irene K. performt im Alten Rathaus

Das Alte Rathaus war früher tatsächlich bis zur Umstrukturierung der Stadt das Rathaus von Arnsberg. Es wurde nach dem großen Stadtbrand 1709 wieder neu aufgebaut und im Laufe der Jahre nach hinten immer wieder erweitert. Bis ins Jahr 1803 tagte hier unter anderem der Landtag. Zum alten Rathaus gehört auch der 1719 errichtete Archivturm, in dem Urkunden und Briefe aufbewahrt wurden. 1988 wurde dort ein beeindruckendes Glockenspiel angebracht. Heute findet man im Gebäude das Stadtbüro und das Amt für Kultur und Weiterbildung.

Das Wappen an der Nordwand ist Symbol der kurkölnischen Herrschaft von 1369-1903. In einer Mauernische hinter einem Gitter befindet sich die Stadtmadonna, eine um 1500 aus Eichenholz geschnitzte Figur.
Die Madonna hat viele Stadtbrände nahezu unversehrt überstanden. Auf dem „Blauen Stein“ zu Füßen der Mutter Gottes durften der Legende nach die zum Tode verurteilten Hexen und Zauberer ein letztes Mal niederknien und beten, bevor sie zum Scheiterhaufen geführt wurden.

 

INFO: Das Glockenspiel ertönt zu jeder vollen Stunde, das Zuhören lohnt sich!

11. Zur Krim

Hexenverfolgung in Arnsberg

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In diesem denkmalgeschützten Haus wohnte seit etwa 1614 der Hexenrichter Dr. Heinrich v. Schultheiß († 1646). Er leitete zum Höhepunkt der Hexenverfolgungen in den 1630er Jahren die Hexenprozesse in Hirschberg, Arnsberg und später in Erwitte, erzwang die Geständnisse durch Folter. Über 600 Hinrichtungen fanden innerhalb von 13 Jahren im Herzogtum Westfalen statt. Das bekannteste Opfer war wohl der Arnsberger Bürgermeisters Henneke von Essen, für dessen Hexenprozess und Tod Schultheiß verantwortlich war.

12. Maximilianbrunnen

Ein Brunnen zur Trinkwasserversorgung

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Der Maximilianbrunnen von 1779 ist ein Geschenk des Kölner Kurfürsten Maximilian
Friedrich v. Königsegg, der auch seiner rheinischen Residenzstadt Bonn den Marktbrunnen geschenkt hat. Der Brunnen ist Mittelpunkt des Alten Marktes und diente früher der Trinkwasserversorgung. Er wird in jedem Jahr zu Ostern mit Girlanden aus bemalten Ostereiern geschmückt.

13. Kaiserspförtchen

Stadtmauerdurchgang in Tillmanns Gässchen

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Das Kaiserspförtchen ist Arnsbergs letztes erhaltenes Stadttor. Woher der Name stammt, ist leider nicht überliefert. Das kleine Fachwerkhaus über dem Durchgang kam erst im 18. Jahrhundert dazu.

Das Kaiserspförtchen ist das letzte erhaltene Stadttor Arnsbergs.

Der rundbogige Durchlass in der östlichen Stadtmauer erhielt im 18. Jahrhundert einen Fachwerkaufbau, vermittelt aber noch immer den Eindruck eines wehrhaften Stadttores.

14. Sauerlandmuseum

Ein lohnenswertes Regionalmuseum mit wechselndern Sonderaustellungen

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Das Sauerland-Museum des Hochsauerlandkreises ist seit 1937 im Landsberger Hof untergebracht, den der Kurfürst Ernst von Bayern für seine Geliebte Gertrud von Plettenberglas Liebesschloss 1605 erbaute. Nach der Zerstörung des Schlosses
1762 diente der Landsberger Hof vorübergehend als kurfürstliche Residenz, später waren hier verschiedene Behörden untergebracht, bevor das regionale Sauerland-Museum einzog. Die Dauerausstellung zeigt die Geschichte des Herzogtums Westfalen. Sonderausstellungen mit unterschiedlichen Themen (wie z.B August Macke bei der Eröffnung eines neuen Anbaus 2019) runden den Museumsbesuch ab.


Tipp: Schöne Ausblicke auf die Neustadt hat man vom Museumsturm, aus verschiedenen Fenstern des Neuanbaus und draussen von einer kleinen Terasse auf
der Stadtmauer.

15. Rollhäuschen

oder Trillerhäuschen oder Narrenhäuschen

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Im Rollhäuschen wurde früher die Ehrenstrafe vollzogen, die vom Stadtrat verhängt wurde. Ähnlich einem Pranger wurden Diebe, Streithähne, Betrunkene und unzüchtige Frauen in das sich drehbare Rollhäuschen gesperrt und von den Stadtbewohnern beschimpft, bloßgestellt und verspottet. Der Käfig wurde so lange "gerollt", bis den Deliquenten schwindelig wurde und sie sich erbrachen. Der/die so Angeprangerte wurde diese Schande sein/ihr Leben lang nicht mehr los.

16. Lichtpforte von Santiago Sierra

Lichtinstallation für die Klosterpforte

Eine Lichtinstallation markiert die Stelle, an der seit dem Bau der Stadtmauer im 12. Jahrhundert das südliche Haupttor stand, die Klosterpforte. Sie führte zum Kloster Wedinghausen, das außerhalb der Mauer stand. Die Klosterpforte wurde nach dem Stadtbrand im Jahr 1799 mit einem Teil der Stadtmauer abgerissen.

HIER mehr Infos!

17. Klassizismusviertel mit Bürgergärten

Wohnviertel für Preussens Regierungsbeamte

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Arnsberg wurde ab 1816 zu Preußens Regierungssitz. Damit kamen viele preußische Beamte nach Arnsberg und es musste Wohnraum geschaffen werden. In den Jahren zwischen 1816 und 1841 entstand unter der Bauaufsicht des Berliner Baumeisters  Karl Friedrich Schinkel ein preußisch klassizistisches Regierungsviertel, die „Kleine Berliner Stadt“, rund um einen neu angelegten Platz, den Neumarkt. Entlang der Königstraße wurden für die Beamten auf sehr kleinen Grundstücken viele Wohnhäuser  gebaut.

 

Gartenhäuser in den Bürgergärten

Als Ausgleich für die kleinen Grundstücke erhielten die Eigentümer die Möglichkeit, die dahinter liegenden Parzellen bis hinunter zum Mühlengraben hinzuzukaufen. Diese wurden, entsprechend dem klassizistischen Stil gärtnerisch gestaltet und als grüne Refugien der Freude, Schönheit und Erbauung oftmals auch mit Gartenhäusern versehen. Von ihnen sind in der Twiete zwei klassizistische Gartenhäuser erhalten und renoviert worden, die von der Gartenarchitektur der Preußen zeugen.

Serpentinenwege führen den Hang in Richtung Mühlengraben hinunter und verbinden das Stadtzentrum durch die Bürgergärten mit dem Ruhrtalradweg im Tal.

18. Auferstehungskirche

Die erste evangelische Kirche in Arnsberg

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Durch die preussischen Beamten aus Berlin wuchs die evangelische Gemeinde so sehr, dass sich Schinkel für eine protestantische Kirche einsetzte. Die Auferstehungskirche wurde als die erste evangelische Kirche des Herzogtums
Westfalen in den Jahren 1822 bis 1825 direkt am Neumarkt in Form eines Gleichschankligen Kreuzes gebaut, gekrönt von einem Turm mit einer umlaufenden Galerie.

Tipp: Falls möglich, einen Blick in die Kirche werfen, die Ausstattung im
klassizistischen Stil ist sehenswert!

19. Hirschberger Tor

Das Tor eines Hirschberger Jagdschlosses für Arnsberg

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Das Hirschberger Tor befindet sich erst seit 1826 in Arnsberg. Im Jahre 1753 entwarf und baute der westfälische Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun im Auftrag des Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August v. Bayern das Hirschberger Tor für dessen Jagdschloss in Hirschberg.

Das Jagdtor zeigt zwei Szenen einer Hetzjagd mit Tierfiguren von Johann Christoph Mansfeld: Auf dem linken Torflügel ist ein von Jagdhunden gestellter Rothirsch zu sehen, der sich aufbäumt und die Meute abzuschütteln versucht, auf dem rechten Torflügel ein Keiler im Todeskampf, der versucht, die Hunde abzuwehren.

 

Zum Kummer vieler Hirschberger wurde das Tor auf Anraten des Landrates nach Arnsberg transportiert, um es vor dem Verfall zu bewahren. Nach dem Tod von Clemens August im August 1761 verfiel das Jagdschloss in Hirschberg nach und nach und wurde bis 1810 abgerissen. Das originale Hirschberger Tor hingegen wurde 1826 in Arnsberg wieder aufgebaut, saniert und ist als Tor zum Arnsberger Eichholz noch heute erhalten.

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20. Kloster Wedinghausen mit Propsteikirche St. Laurentius und Lichthaus

Propsteikirche, Kloster & Lichthaus bilden eine Einheit

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Die 1350 vollendete Hallenkirche Propsteikirche St. Laurentius ist heute noch ein Zeugnis der Größe und Macht des einstigen Klosters Wedinghausen. Sogar der Kölner Domschatz, der Dreikönigsschrein mit den Reliquien der Hl. Drei Könige, war einige Jahre von 1794 bis 1803  hier untergebracht.

Das Kloster Wedinghausen war einst eine große Prämonstratenserabtei. Es wurde nach einer unbewiesenen Klostertradition als Sühne für den Tod seines Bruders Friedrich (†1164) im Jahr 1173 von Graf Heinrich I. v. Arnsberg gestiftet. Das Kloster ist heute nur noch in Teilen erhalten. Direkt an die Propsteikirche schließt sich ein Kreuzgangflügel mit eindrucksvollen Malereien an, ansonsten sind nur Kapitelsaal,  Grafenkapelle und Propstei erhalten. Das Kloster entwickelte sich zu einem geistlichen Zentrum des Sauerlandes und schrieb über viele Jahrhunderte europäische
Kultur- und Geistesgeschichte. Bedeutende mittelalterliche Handschriften sind hier entstanden. Mit der Säkularisation 1803 endete das Klosterleben in Arnsberg.
Bei aktuellen Sanierungs- und Ausgrabungsarbeiten hat man spannende Entdeckungen gemacht, die auch in Zukunft sichtbar bleiben werden.

Reingehen und nicht verpassen:

  • Apsis mit Glaskunstfenster im mittleren Chorfenster aus dem 13. Jhd., sie zählen zu den ältesten Glasmalereien Westfalens 
  • Marienaltar mit einem farbigen Holzrelief aus dem 17. Jhd., das die Anbetung der Heiligen Drei Könige zeigt und ein Geschenk des Kölner Domkapitels als
    Dank dafür ist, dass während der napoleonischen Wirren die Reliquien der
    Heiligen Drei Könige von 1794 bis 1803 hier versteckt waren
  • barocke Kanzel und Beichtstühle aus ehemaliger Klosterkirche Grafschaft-Schmallenberg
  • romanischer Kruzifixus am rechten Seitenschiff beim Taufbecken
  • Grafentumba
  • altes Klostergebäude mit Kreuzgang und romanischen Wandfresken

 

INFO: Im alten Westflügel des Klosters (Gebäude Klosterstr. 11) ist heute das Arnsberger Stadt- und Landständearchiv untergebracht. Während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs ist eine Besichtigung des Gebäudes (Kreuzgang / Dachgeschoss) möglich (Stand November 2020):

Montag - Donnerstag: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Dienstag + Donnerstag: 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

 

Im historischen Hof vom Kloster Wedinghausen entstand im Jahre 2009 als neuer kultureller Raum das Lichthaus Arnsberg

Mehr Info hier!

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21. Kurhotel

Sehr fotogen am Rande des Stadtwalds gelegen

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Das ehemalige fotogene Kurhotel ist heute ein Senioren-Wohnpark.

22. Ehmsendenkmal im Eichholz

Miteinander flüstern im Flüsterhäuschen

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Zu Ehren des verstorbenen Gründers des Sauerländer Gebirgsvereins Ernst Ehmsen ließ der SGV 1897 das Ehmsendenkmal erbauen. Von hier oben hast du einen fantastischen Blick sowohl über Altstadt als auch über die Neustadt Arnsbergs.

 

Nicht verpassen:

Nicht nur Kinder haben Spaß daran, das Geheimnis des "Flüsterhäuschens" zu lösen:

Stellt euch zu zweit mit dem Rücken zueinander in sich gegenüberliegende Ecken und flüstert ganz leise miteinander. Ihr werdet jedes Wort verstehen!

 

Im sich anschließenden Wald Eichholz lässt es sich herrlich spazieren gehen und zu entdecken gibt es ebenfalls einiges. Geschnitzte Bänke und Skulpturen, einen "Kinderteich", die alte Eiche und viel Natur.

23. Kreuzbergkapelle

Kreuzweg, Kapelle, Osterfeuerwerk und Traumaussicht

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Auf dem 263m hohen Kreuzberg liegt die Kreuzbergkapelle. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und heißt eigentlich Kapelle zu den sieben Schmerzen Mariens. Mit dem Bau wurde der Architekt und Zeichner Karl Elis beauftragt, der zu dieser Zeit auch mit der Renovierung der Propsteikirche beschäftigt war.

Aus dem Ruhrtal führt ein Kreuzweg mit vierzehn Stationen hinauf bis zur Kapelle. An jedem Ostersonntag findet dort hinauf ein Fackelzug statt, der auf der neben der Kapelle liegenden Wiese in der Bildung eines großen Kreuzes endet. Das riesige Osterfeuer, bestehend aus den alten eingesammelten Weihnachtsbäumen der Arnsberger, wird entfacht und ein prächtiges Feuerwerk wird in den Himmel geschossen.

Nicht verpassen: Das fantastische Panorama über Arnsberg!

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Blutmond über der Kreuzbergkapelle im Januar 2019

24. Rüdenburg

Die Alte Burg gegenüber des Arnsberger Schlosses

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Unmittelbar gegenüber dem Schlossberg liegt der Römberg, auf dessen Gipfel sich eine weitere Ruine befindet, die der Rüdenburg, auch Alte Burg genannt. Sie wurde um 1160 herum vom Grafen Bernhard II. von Werl-Arnsberg erbaut und von den Herren von Rüdenburg bis 1350 bewohnt. Dann gab man die Burg auf und nutzte im 17. Jahrhundert die Reste der Burg als Steinbruch, unter anderem zum Bau des Rittergutes Obereimer. Gegen 1929 wurden die Reste der Burg freigelegt und archäologisch untersucht. In den 1980er Jahren wurde die Burg vier Jahre lang restauriert.

Um das Arnsberger Schloss und die Rüdenburg rankt sich die Sage von der ledernen Brücke. Der Legende nach soll der Teufel eine „lederne Brücke“ von der Rüdenburg über das Ruhrtal hinweg zum Schloss Arnsberg hinüber gebaut haben, um dem Burgherrn und seinen Leuten bei einer Belagerung zur Flucht zu verhelfen und sich so für seine Gastfreundschaft zu bedanken.

Tipp: Toller Aussichtspunkt auf die Stadt!

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Supermond über Arnsberg

25. Ruhrterrassen & Europablume

Kunst und Kultur mitten in Arnsberg

Die ganz neu gestalteten Ruhrterrassen laden zum Verweilen ein und bieten im Sommer genügend Platz für Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Die Europablume des Arnsberger Künstlers Rudolf Olm ziert die Mitte des Kreisverkehrs bei den Ruhrterassen. Mit ihren 25 Kugeln stellt sie die 25 Staaten der Europäischen Union dar und steht als Symbol für die Staatengemeinschaft.

Rudi Olm: "Europablume" (2004 ) umfasst die Europäische Union 25 Staaten. Die Europablume steht als Symbol für die Staatengemeinschaft. 25 Kugeln als Blüten versinnbildlichen die kulturelle und historische Eigenheit eines Landes und seiner Bevölkerung in seiner bunten Vielfalt. Die gekrümmten Stängel symbolisieren die oft schwierigen Wege der Staaten innerhalb der Union." Quelle http://www.rudolf-olm.de/

26. Butterbettchen

Eine Hilfsbereite Marktfrau unterwegs auf langen Wegen durch den Arnsberger Wald

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Auf dem Gutenbergplatz in Arnsbergs Neustadt befindet sich Butterbettchen (*1858) zu Ehren die Statue einer kleinen alten Marktfrau, die in Hellefeld lebte. Elisabeth Agnes Becker trug fast ihr Leben lang ihre Waren, wie Butter, Eier und andere Produkte, den mehr als 10 Kilometer langen Weg von Hellefeld zum Markt nach Arnsberg, um sie dort zu verkaufen. Auf dem Rückweg bei Wind und Wetter blieb ihr Korb nicht leer: Sie versorgte ihr Dorf mit Medikamenten aus Arnsbergs Apotheke.

Mehr Infos HIER

27. Bezirksregierung

Vom Lehrerinnenseminar zur Regierung

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Der älteste Teil des Gebäudes wurde ursprünglich als katholisches Lehrerinnenseminar genutzt. In der Mitte der 1920er Jahre wurden der Turm und weitere Flügel angebaut. Seit 1926 ist es Hauptsitz der Bezirksregierung.

 

Übrigens ist eine DigitalKarte in Arbeit, in der alle Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte, Fotostandorte und vieles mehr markiert sind!

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