USA - San Francisco

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Meine Reise durch den Südwesten der USA beginnt im wunderbaren San Francisco. Diese Stadt ist genauso unglaublich, wie ich sie mir immer vorgestellt habe! Sie zu durchqueren gleicht einer Achterbahn, ob nun zu Fuß, mit dem Munibus, oder dem Cable Car.

Die Preise in San Francisco sind hoch und ich finde im USA Hostel ein einigermaßen erschwingliches Zimmer, sauber und sehr ruhig im 4. Stock. Hier werden kostenlose geführte Touren angeboten, unter anderem mit dem Rad über die Golden Gate Bridge und eine etwa dreistündige Stadtführung. Letztere passt gut in meinen Zeitplan und in einer Gruppe junger Leute aus aller Herren Länder führt uns Sami, gebürtig aus Guan, durch San Francisco. Mit dabei sind außer mir Kei aus Japan, Maurice aus Sydney, Stefanie aus Linden, Fernanada aus Costa Rica/Schweiz, Nathan aus Perth, Thomas aus Würzburg und je ein junger Mann aus Paris und Perth, deren Namen ich leider vergessen habe.

Unser erstes Ziel ist der Union Square und eines der Herzen der Aktion "Hearth of San Francisco", das dort steht. 130 eineinhalb Meter hohe Herzen sollen in der Stadt frische Farben und mehr Herzlichkeit auf die Bürgersteige, Plätze und Straßenecken bringen. Entworfen wurden die Herzen von lokalen Künstlern. Jede Herz-Skulptur wird von Sponsoren unterstützt. Jetzt im November sollen ausgesuchte Exemplare versteigert werden. Der Erlös kommt dem San Francisco General Hospital Medical Center zugute.

Unser nächstes Ziel ist Chinatown. Die Hauptstraße ist die Grant Avenue, eine der ältesten Straßen von San Francisco. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte mit chinesischen Waren, Teestuben und viele Restaurants. Shops mit chinesischem Trödel liegen gleich neben Läden, die wertvolle antike Vasen oder Jadeschmuck anbieten.
In manchen Geschäften werden allerlei Pulver und Heilmittel gegen jede Krankheit angeboten.
In Chinatowns Straßen findet ein unaufhörliches Handeln und Feilschen der Chinesen statt, wie ich es noch nie erlebt habe. Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch werden zahlreich dargeboten und man kann seine Ware in jeder Menge auswiegen lassen.

Am interessantesten fand ich allerdings die kleinen Nebenstraßen. Auch wenn es dort mit der Sauberkeit nicht so genau genommen wird, dort findet man herrliche Wandmalereien und eben chinesisches Flair.

Wir kommen an einem Laden vorbei und Sami erklärt uns, dass hier die kleinen Glückskekse, die man in den meisten Chinarestaurants nach dem Essen erhält, hergestellt werden. Es handelt sich um die "Golden Gate Fortune Cookie Company", in der seit 1962 täglich tausende von chinesischen Glückskeksen produziert werden!

Bei der Produktion kann man zusehen und jeder von uns bekommt einen Glückskeks in die Hand gedrückt.

Die "Golden Gate Fortune Cookie Company" befindet sich in "56 Ross Alley, San Francisco" und der Eintritt ist kostenlos.

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Unser nächstes Ziel ist der Washington Square mit der Saint Peter and Paul Church. Die neugotische Kirche mit Details im italienisierenden Stil aus dem Jahr 1924 hat zwei hübsche Türme und wird auch liebevoll die "italienische Kathedrale" genannt. An der Fassade prangen die Eröffnungsworte aus Dantes Paradiso: "Der Ruhm des, der bewegt das große Ganze, durchdringt das All." Marilyn Monroe und Joe DiMaggio machten auf den Stufen der Kirche ihre Hochzeitsbilder, wodurch die Vermutung entstand, dass sie in der Kirche geheiratet hätten, was aber nicht stimmt.

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Jetzt geht es steil hinauf auf den Telegraph Hill zum Coittower. Von ihm aus hat man einen herrlichen Blick auf die Bucht und Alcatraz und über die Stadt.

Der Aussichtsturm ist einer Feuerwehrspritze nachempfunden wurde 1934 unter der Leitung der Architekten Arthur Brown Jr. und Henry Howard erbaut.

Eine Millionärin, Lillie Hitchcock Coit, vererbte der Stadt am Anfang des 20. Jahrhunderts $100.000, um den Feuerwehrmännern von San Francisco ein Denkmal zubauen. Sie selbst war die erste freiwillige Feuerwehrsfrau in San Francisco und ihre Begeisterung für Feuerwehrleute war grenzenlos.
Obwohl sie nie Mitglied der Feuerwehr war verbrachte sie doch sehr viel Zeit mit den Leuten die für andere Menschen ihr Leben riskierten. Als sie eines Tages von der Schule kam, sah sie, wie Feuerwehrmänner vergeblich versuchten einen Feuerlöschwagen auf den Telegraph Hill zu ziehen und packte kurz entschlossen mit an. Gemeinsam bezwang man den Berg und Lillie Hitchcock Coit löschte eigenhändig mit. Es war ihr erster Feuerwehreinsatz und es sollten noch viele folgen. Der nach ihr benannte Coit Tower ist 64 Meter hoch und im Innern mit herrlichen Wandmalereien von 25 Malern verziert wurde, inspiriert vom mexikanischen Maler Diego Rivera.

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Ich brauche etwas länger, um den Turm zu fotografieren, und bemerke nicht, dass die anderen schon weiter gehen. Als ich mich umdrehe sind sie verschwunden. Es führen mehrere Treppenwege in die Stadt hinunter und ich entscheide mich für eine lange und steile Treppe auf der anderen Seite des Hügels. Als ich um die nächste Ecke biege, steht da die ganze Truppe mit dem Rücken zu mir auf der Straße und schaut den Hügel hinauf. Als sie bemerkten, dass ich fehlte, war Maurice die Treppen wieder hochgestiegen, um mich zu suchen, was supernett von ihm ist, aber es ist mir auch ein wenig peinlich... ;)))

Weiter geht's in Richtung Fisherman's Wharf, einem Hafenviertel, wo es nicht nur viele Fischerboote und Fischrestaurants zu finden gibt, sondern auch eine ganze Reihe von Attraktionen wie historische Boote, ein U-Boot, verschiedene Museen und zahlreiche Geschäfte. Und es sind Unmengen von Touristen hier unterwegs!

Sami und Stefanie verlassen uns nun und kehren zum Hostel zurück. Wir anderen suchen und finden Pier 39, eine ehemalige Bootsanlegestelle mit einer kostenlosen Touristenattraktion: Kalifornischen Seelöwen! Sie zu beobachten ist echt ein Spaß! Da wird gefaulenzt und geschubst, um Plätze gekämpft und geschlafen, gesungen und gebellt – ich könnte ihnen stundenlang zuzuschauen...

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Der Hunger treibt uns in Richtung Boudin Backery & Cafe (ein Tipp von Sami) vorbei an diversen beeindruckenden Straßenkünstlern.

Bei Boudin durftet es bereits draußen herrlich nach Sauerteig, das Markenzeichen Boudins. Diese Bäckerei kann es mit so mancher deutscher aufnehmen. An der Decke fahren Körbe entlang, voll gefüllt mit frischen Brotwaren.
Einige von uns bestellen einen kleinen mit Suppe gefüllten Sauerteig-Laib, sieht klasse aus und schmeckt wohl auch so. Danach quatschen wir noch ein wenig und trennen uns dann. Ich fahre eine Runde mit dem Cable Car und besuche die Lombard street, jene berühmte Straße, die in engen Serpentinen einen steilen Hügel hinabführt.

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Am Abend fahre ich mit dem Muni Bus zum Marina Boulevard und laufe an der Küste entlang in Richtung Golden Gate Bridge. Der Blick über die Bucht auf Alcatraz ist klasse!

Und der Sonnenuntergang setzt dann noch einen drauf!

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Fort Mason Park

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