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Helgoland - Besuch bei den Kegelrobben im Winter

Fototour auf der Düne - Natur und tiere pur

135mm - F/11 - 1/500 Sek. - ISO 200 - Mehrfeldmessung

Winterzeit = Robbenzeit = Heulerzeit

Einmal im Leben (mindestens) wollte ich im Winter die neugeborenen Kegelrobbenbabys besuchen, die ab November auf Helgoland geboren werden. Kegelrobben und Seehunde leben frei in ihrem natürlichen Lebensraum auf der Düne. Diese Nebeninsel ist das heimliche Juwel Helgolands und liegt rund einen Kilometer neben der Hauptinsel. Ursprünglich war die Düne durch einen natürlichen Wall aus Sand und Geröll mit ihr verbunden, doch in der Neujahrsnacht des Jahres 1721 riss eine Sturmflut Hauptinsel und Düne auseinander.

 

Es ist ein Erlebnis für jeden Tier- und Naturliebhaber, die Robben und ihre Kleinen zu beobachten. Außerdem gibt es hier die unterschiedlichsten Versteinerungen und es macht Spaß, neben dem Fotografieren am Strand den roten Feuerstein zu suchen, den es nur auf Helgoland gibt.

 

Mitte Januar 2017 verbrachte ich vier Tage auf Helgoland, um Fotos von den Kegelrobben und Seehunden zu machen und hatte Glück mit dem Wetter. Es war eine sehr gute Heulersaison in diesem Winter und ich sah neugeborene Kegelrobben jeden Alters.

 

Kamera:  Canon EOS 700d*

Die Kamera hat 18.5 Megapixel, daher kann man die Fotos im Nachhinein ohne Probleme beschneiden und den Ausschnitt noch näher heranholen.

Objektiv: Canon EF-S 55-250mm*

Tipps:

- auf Augenhöhe der Robben fotografieren, bringt die schöneren Fotos.

- eine Alu- oder Isomatte mitnehmen, das Liegen im kalten Sand ist nicht so angenehm.

- die Objektive in Zip Tüten sichern, schützt vor dem wehenden Sand.

 

194mm - F/8 - 1/500 Sek. - ISO 200 - Mehrfeldmessung

Die Jungen kommen mit einem weißen, flauschigen Fell zur Welt, das sie vor Kälte schützt. Zehn bis fünfzehn Kilogramm wiegen die Robbenbabys bei der Geburt und legen dann schnell zu. Pro Tag futtern sie sich mehr als ein Kilogramm Gewicht an, damit sich schnellstmöglich eine dicke Speckschicht bildet, die sie warm hält. Die Mütter lassen ihre Jungen manchmal stundenlang allein an Land zurück, um im Wasser Nahrung zu finden. Erst wenn sie nach einigen Wochen ihr Fell gewechselt haben, folgen die Jungtiere den Eltern ins Wasser. Das erste weiße Babyfell ist zum Schwimmen ungeeignet, da es sich mit Wasser vollsaugen würde.

 

225mm - F/8 - 1/1250 Sek. - ISO 400 - Mehrfeldmessung

Dreißig Meter Abstand sollen wir Besucher zu den Tieren halten... das ist ja gut und schön, aber was macht man, wenn man auf dem Strand liegt und die Robbe hält sich nicht daran und kommt auf einen zugerobbt? Und das in einem Tempo, das einem nicht die Zeit lässt, aufzustehen und sich langsam und ruhig zurückzuziehen? Das ist mir mehrfach passiert und ich habe mich entschieden liegenzubleiben und die Tiere an mir vorbeiziehen zu lassen. Sie ließen mich nicht aus den Augen, sahen aber nicht verängstigt aus.

 

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